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Content Security 2.0

Produktivität sichern in Zeiten von Facebook

Nicht alles, was an technischen Innovationen in die Unternehmen Einzug hält, ist zugleich ein Segen für das Unternehmen. Neben Schwierigkeiten in Punkto Sicher- heit durch ein- oder ausgehende Informationen ergibt sich häufig auch ein signifikanter Verlust an Produktivi- tät. Insbesondere soziale Netzwerke führen dazu, dass Arbeitszeit mit privaten Interessen verbracht wird, da diese darauf beruhen, dass Nutzer immer erreichbar sind. Viele börsennotierte Unternehmen blockieren daher Dienste wie Facebook, Youtube und Twitter.
Was in größeren Unternehmen seit langem Alltag ist, hält inzwischen auch in mittelständische Unternehmen Einzug. Ohne ausreichenden Schutz und definierte Richt- linien zur Internet-Nutzung durch Mitarbeiter können Bedrohungen wie z.B. Spam und Malware oder der Verlust vertraulicher Daten ein Unternehmen in die Knie zwingen. Dennoch ist die richtige Balance zwischen soli- dem Schutz und der freien Nutzung innovativer Kommuni- kationstechnologien entscheidend. Wirksame Absicherung sollte trotzdem ausreichende Flexibilität ermöglichen.


Wolken wohin das Auge reicht

Mit „Cloud Computing“ wird alles besser!

Regelmäßig erfindet die Industrie neue Begriffe und prognostiziert diesen eine rosige Zukunft. Aktueller Trend ist Cloud Computing, welches die Innovation schlechthin sei. Über Nacht werden herkömmliche Unternehmen mit bestehenden Produkten zu „Marktführern in der Cloud“.

Kritiker bemängeln, es handele sich hier nur um alten Wein in neuen Schläuchen. Gab es doch schon vor deutlich mehr als zehn Jahren eine Modewelle des damals als ASP („Application Service Providing“) bezeichneten Bereitstel- lens von Software via Internet. Allerdings finden sich viele der Merkmale einer „Cloud“ als ganz normale Entwicklun- gen in den Portfolios der meisten Softwarehersteller.
In einfachen Worten umfasst Cloud Computing die dyna- mische Bereitstellung von Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherkapazität, Anwendungen oder Datenservices via Internet. Diese wird in der Regel in Selbstbedienung
konfiguriert und nach Nutzung bezahlt. Dies soll Kosten reduzieren, da eine große Zahl von Nutzern sich Kapazi- täten teilen kann. Durch den Einsatz von Virtualisierung sowie Standardisierung ist eine Skalierung je nach Bedarf einfach möglich.
Viele Hersteller haben die technologischen Grundlagen dieses Computing-Ansatzes schon lange im Portfolio. Hier- zu zählen Virtualisierungs-, Grid- und Clustering-Techno- logien aus dem Data-Center- und Systems-Management. Neu sind diese Angebote jedoch nicht. So bietet Amazon bereits seit vielen Jahren cloud-basierte Webservices an
und erwirtschaftet mit diesen Diensten geschätzt mehrere hundert Millionen Dollar pro Jahr. Es verrichten mehr als 50.000 Computer in der Amazon-Cloud ihren Dienst. Ergänzend zum eigentlichen Konzept der Public Cloud, also einer riesigen Wolke, die sich alle teilen, wurde kurz darauf die „Private Cloud“ erfunden. Damit steht fest, dass die meisten Unternehmen in den kommenden Jah- ren „in die Cloud“ wechseln werden, indem sie im eigenen Rechenzentrum die entsprechende Technologie für sich selbst implementieren. Natürlich hat dies nichts mit dem Kern der Idee zu tun, klingt aber gut und modern.